STARK FÜRS KLIMA | Folge 2: Sport und Wald
01.02.2026
SPORT UND KLIMA lautet das Jahresmotto 2026 der SportRegion Stuttgart. In diesem Zusammenhang gibt es gleich vier Online-Serien. In der 1. Folge der Rubrik STARK FÜRS KLIMA geht es um den Wald und was er mit dem Sportgeschehen zu tun hat.
Folge 2: Sport und Wald
Bereits in den 1970er Jahren wurde der internationale Tag des Waldes von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) eingeführt; er findet jährlich am 21. März statt. Sie wollte damit ein Zeichen gegen die globale Waldvernichtung setzen und darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist.
Mit einem Waldanteil von ungefähr 33 Prozent der Gesamtfläche liegt Deutschland europaweit gesehen eher im Mittelfeld. Dieser Prozentsatz sollte unbedingt zumindest gehalten, wenn nicht sogar gesteigert werden. Denn Bäume und Wälder spielen eine wichtige Rolle für den Menschen und andere Lebewesen. Im Zuge der Fotosynthese nehmen sie schädliches CO2 auf und speichern dieses als Kohlenstoff in Holz sowie im Boden ab. Weil der Kohlenstoff auch nach der Holzernte in langlebigen Produkten wie z. B. Möbeln bleibt, entsteht ein nachhaltiger Produktspeicher. Zudem produziert ein Wald Sauerstoff und wirkt lokal kühlend, weil er Wasserdampf abgibt.
Doch der Klimawandel beeinträchtigt die Funktion dieses Klimaschützers: Vor allem Rodungen haben dabei einen großen Einfluss. Auch Extremwettereignisse wie Brände oder starke Unwetter haben Folgen, Bäume werden zum Teil zerstört. In der Folge ist die Existenz vieler Spezies gefährdet.
Was kann also gegen das Waldsterben getan werden? Einige Tipps liefert die Seite https://tag-des-waldes.de. Auf drei der dort aufgeführten Punkte wird nachfolgend genauer eingegangen und ein Bezug zum Sport hergestellt.
Teilnahme an Baumpflanzaktionen
Inzwischen gibt es neben Forstämtern und -betrieben sehr viele Organisationen, die sich mit der Aufforstung von Wäldern beschäftigen. Und auch in der Sport-Welt hat sich das Thema Baumpflanzaktion bereits herumgesprochen. So hat z. B. der Verein Sports for Future ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen – Sports4Trees. Auf der Homepage des Vereins heißt es: „Verbänden, Vereinen, Teams, Einzelsportler*innen oder Unternehmen ermöglichen wir es, dabei zu sein und selbst aktiv zu werden: zum Beispiel über Klima-Tickets (Zukauf-Option von Baumsetzlingen beim Erwerb eines Tickets für ein Sport-Event), grüne Mitgliedschaften, Spendenläufe, Pfand-Spenden, das Aufstellen einer Baumspardose an den Kassen oder andere Ideen.“ Bekannte sportliche Unterstützer der Kampagne sind u.a. Fabian Hambüchen, TSG Hoffenheim und Werder Bremen.
Verantwortungsvolle Nutzung von Holz
Kein anderer Rohstoff ist so klimafreundlich wie Holz. Wie oben bereits erwähnt, bindet es CO2 langfristig, ohne dass dabei Schäden für den menschlichen Körper entstehen. Es sollte wo immer es geht auf dieses Material für den Neubau oder auch die Sanierung von Häusern, Brücken oder Möbeln zurückgegriffen werden. Wer vor hat, eine nachhaltige Sportstätte zu bauen, für denjenigen gibt es extra dafür einen Leitfaden vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft.
Begeisterung für den Wald schaffen
Der Klimawandel wird für zukünftige Generationen voraussichtlich ein immenses Problem darstellen – sei es z. B. in Form von der steigenden Anzahl an Hitzetagen, zunehmender Luftverschmutzung und Wasserknappheit. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits heute ein Verständnis u. a. für die wichtigen Lebensretter-Wälder herzustellen. Das kann bei einem Spaziergang los gehen und mit dem Pflanzen eines Baumes weitergehen. Doch nicht nur den Bäumen tut ein sorgsamer Umgang gut. Fast genauso alt wie der internationale Tag des Waldes ist der Begriff des „Waldbadens“. „Shinrin-Yoku“ – so der japanische Ausdruck – meint, mit allen Sinnen in die Stille und Unberührtheit des Waldes einzutauschen. Infolgedessen kann einerseits das Immunsystem gestärkt und der Blutdruck gesenkt werden, anderseits können Depressionen entgegengewirkt und chronische Schmerzen verringert werden. Diese Freizeitbeschäftigung hat demnach ähnliche positive Effekte wie „richtiger“ Sport. Es geht dabei allerdings im Gegensatz zu den meisten Sportarten vermutlich etwas ruhiger zu. Der Fokus liegt auf Achtsamkeit, Wahrnehmung und Empfindungen mit allen Sinnen.
Fazit: Aktuell ist es im Februar in der Regel draußen häufig ziemlich kalt und grau. Daher möchte die SportRegion mit diesem Text die dunklen Stunden etwas aufhellen und schon mal einen Impuls für die langsam kommenden längeren sowie wärmeren Tage geben. Wenn die Natur nämlich nach und nach wieder zum Leben erwacht, dann kann das auch positiv auf den Mensch abfärben.
Best-Practice-Beispiele: Seit 2018 bietet die Deutsche Akademie für Waldbaden und Gesundheit unterschiedlichste Angebote, um Menschen bei ihrer Auseinandersetzung mit der Natur zu unterstützen. Auch in der Region Stuttgart gibt es Anhänger dieses Hobbys. Professionelle Ansprechpartner sind u.a. Sportvereine, Hotels und Privatpersonen mit entsprechenden Qualifikationen.
Weitere Informationen: Mehr Informationen zum Projekt Sports4Trees gibt es unter https://sports4trees.com/. Der Leitfaden des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft ist unter https://www.bisp.de/DE/Home/Shiny_Projects/Sportstaetten_Nachhaltige_Sportstaetten.html zu finden.
