Tennis | WTB stärkt seine Position
Die Delegiertenversammlung des Württembergischen Tennis-Bundes (WTB) fand in Stuttgart-Stammheim statt. Der Verband hat das Reformjahr 2025 konsequent genutzt, um seine strategische Ausrichtung weiter zu schärfen und seine Position im organisierten Sport nachhaltig zu stärken. Der Verband zeigt sich trotz weiterhin bestehendem Notbetrieb stabil, handlungsfähig und klar zukunftsorientiert aufgestellt. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen des fortbestehenden Notbetriebs hat sich der WTB insgesamt positiv entwickelt. Der Verband konnte seine Rolle im organisierten Sport weiter festigen und seine strukturelle sowie sportpolitische Position deutlich verbessern. Die im Reformjahr ergriffenen Maßnahmen zeigen Wirkung und stärken die Effizienz sowie die strategische Steuerungsfähigkeit des Verbandes.
Auch finanziell bleibt der WTB stabil aufgestellt. Vizepräsident Martin Renz betonte, dass bewusst getätigte Investitionen in Personal, IT und strukturelle Weiterentwicklung gezielt der Zukunftssicherung dienen und den Verband langfristig robuster machen. Der Compliance-Bericht von Dr. Hans-Georg Kauffeld bestätigte zudem eine weiterhin ordnungsgemäße und regelkonforme Verbandsführung.
Verbandsübergreifender Spielbetrieb beschlossen
Ein Beschluss der Delegiertenversammlung ist die Einführung eines verbandsübergreifenden Spielbetriebs mit dem Badischen Tennisverband ab 2027. Mit einer sehr deutlichen Zustimmung von 97,6 Prozent wurde die Grundlage für ein gemeinsames, weiterentwickeltes Wettkampfsystem im Südwesten geschaffen. Auch die notwendige Satzungsänderung wurde mit 78 Prozent Zustimmung klar verabschiedet. „Der Mannschaftsspielbetrieb ist das Rückgrat unseres Sports. Mit der Erweiterung schaffen wir zusätzliche Attraktivität, bessere sportliche Perspektiven und effizientere Strukturen“, erklärte WTB-Vorstand Klaus Berner.
Auch sportpolitisch wurde die Entwicklung des WTB positiv eingeordnet. WTB-Präsident Stefan Hofherr hob insbesondere die erfolgreiche Umsetzung der neuen Verbandsstruktur hervor und betonte die zunehmende strategische Bedeutung des WTB innerhalb des organisierten Sports. WLSB-Präsident Andreas Felchle unterstrich in seinem Grußwort die stabile Mitgliederbasis von knapp 180.000 Mitgliedern sowie die positive Entwicklung im Tennis, insbesondere im Nachwuchsbereich. Gleichzeitig verwies er auf bestehende Herausforderungen in der Finanzverwaltung und kritisierte die seit über fünf Jahren andauernde Auseinandersetzung mit der Finanzverwaltung Stuttgart, die für den organisierten Sport nicht hinnehmbar sei und erhebliche Unsicherheiten sowie fehlende Planungssicherheit für den WTB verursache. Zugleich blickte er auf zukünftige Chancen durch den Solidarpakt Sport, den Ausbau der Sportstättenförderung ab 2027 und die Einführung der Ganztagsbetreuung ab 2026.
Mit dem Reformjahr 2025 hat der WTB zentrale Impulse gesetzt, seine Strukturen weiterentwickelt und wichtige Zukunftsentscheidungen getroffen. Der beschlossene verbandsübergreifende Spielbetrieb mit dem Badischen Tennisverband markiert dabei einen Schritt hin zu mehr Effizienz, Attraktivität und nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit im Tennissport im Südwesten.
Mehr Infos: https://www.wtb-tennis.de/verband/news/detail/strukturreform-traegt-fruechte-stabilitaet-wachstum-und-neue-projekte.html
Quelle: Württembergischer Tennis-Bund