SWR Sport | Showdown im Kessel

  07.09.2026

Showdown im Kessel: Am Wochenende verwandelte das große Saisonfinale der Urban-Downhill-Serie Red Bull Cerro Abajo Stuttgart in eine pulsierende Action-Zone. Die besten Urban-Downhill-Rider der Welt sorgten an zwei Tagen mit spektakulären Runs, waghalsigen Sprüngen und Höchstgeschwindigkeiten für Begeisterung bei den rund 90.000 Fans vor Ort und weiteren vor den Bildschirmen. Am Ende setzte sich Paz Gallo aus Chile bei den Frauen durch, der Spanier Alex Marin sicherte sich mit der schnellsten Zeit des Tages den Sieg bei den Männern. Mit dem letzten Stopp der Saison 2025/26 steht nun auch der neue Weltmeister fest: Roger Vieira verteidigt den Titel und krönte sich zum Gesamtsieger der Red Bull Cerro Abajo World Series. Gleichzeitig sorgten die Frauen für eine Premiere: Sie gingen erstmals bei einem offiziellen World-Series-Stopp an den Start.

Mit einer Bestzeit von 1:44.033 Minuten setzte sich Alex Marin (Spanien) beim Saisonfinale gegen die internationale Konkurrenz durch - dicht gefolgt von Roger Vieira (Brasilien) und Tuhoto-Akiri Pene (Neuseeland). Auch Johannes „Fischi“ Fischbach bewies bei seinem Heimspiel Nervenstärke und beendete das Rennen in 1:45.981 auf Rang 7. Der Stuttgarter Kessel wurde dabei zur echten Actionzone. Die Zuschauer entlang der Strecke feierten jeden Run – von den internationalen Stars bis zu den Local Heroes – und peitschten die Rider mit lautstarker Unterstützung durch jede Passage. Für einen weiteren Meilenstein sorgte die erstmals ausgetragene Frauenkategorie: Sechs Fahrerinnen, darunter Deutschlands Downhill-Aushängeschild Nina Hoffmann, gingen erstmals bei einem offiziellen World-Series-Stopp an den Start und setzten damit einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung des Urban-Downhill-Sports. In einer beeindruckenden Zeit von 1:55.617 war die Chilenin Paz Gallo heute nicht zu schlagen.

Der Stuttgarter Kurs verlangte den Ridern perfektes Timing, Mut und technische Präzision ab: vom Start am Teehaus, die Stäffele hinunter, über spektakuläre Hindernisse wie den „Bridge Drop“ oder das „Road Gap“ und durch die engen Kurven des Heusteigviertels bis über die Ziellinie. Trotz des verpassten Tagessieges kann sich Roger Vieira über den größten Erfolg der Saison freuen: Der brasilianische Rider sicherte sich Platz eins im Gesamtranking und damit den Weltmeistertitel der Red Bull Cerro Abajo Saison 2025/2026.

Für Johannes Fischbach war Red Bull Stuttgart Cerro Abajo mehr als ein weiterer Saisonstopp: Als Local Hero holte der dreifache Deutsche MTB-Meister vor der jubelnden Bike-Community noch einmal das Beste aus sich heraus. Mit einem nahezu fehlerfreien Lauf und persönlicher Bestzeit zeigte Fischbach auf dem anspruchsvollen City-Track, dass er mit der internationalen Elite mithalten kann. Er beendet die Saison auf Rang 4 der Gesamtwertung. Insgesamt gingen bei der Deutschlandpremiere acht weitere deutsche Sportler an den Start. Im Finale wurden dann Johannes Fischbach, Marco Lamaris (Platz 14) und Moritz Silberhorn (Platz 15) vom heimischen Publikum lautstark supportet.

Red Bull Stuttgart Cerro Abajo markierte den nächsten Entwicklungsschritt der Red Bull Cerro Abajo World Series: Erstmals fand bei einem offiziellen Stopp der Serie ein Frauen-Wettbewerb statt. Sechs Rider – Fernanda Gildemeister, Abigail Hogie, Paz Gallo, Catalina Calderon, Veronika Widmann und Deutschlands Nina Hoffmann – stellten sich dem Stuttgarter Kurs und kämpften in der Qualifikation um den Einzug ins Finale. Damit erhielten Athletinnen erstmals die Gelegenheit, als Teil der World Series um einen Finalplatz zu fahren. Der Stopp in Stuttgart unterstreicht zugleich die wachsende Präsenz von Red Bull Cerro Abajo in Europa. Nina Hoffmann wurde mit einer Zeit von 1:55.735 Zweite. 

Red Bull Cerro Abajo ist die weltweit größte urbane Downhill-Mountainbike-Rennserie. Seit 2023 als internationale Serie ausgebaut, trägt sie ihre Wurzeln aus den legendären Straßen von Valparaíso (Chile) in Städte rund um den Globus – unter anderem nach Genua (Italien), Guanajuato (Mexiko) und Stuttgart (Deutschland). Auf eigens gebauten Stadtkursen rasen die MTB-Fahrer im Einzelzeitfahren über Asphalt, Beton, lange Treppenpassagen, Drops, Road Gaps und künstliche Rampen. Die Mischung aus urbaner Kultur, Adrenalin und sportlicher Spitzenperformance macht Red Bull Cerro Abajo für tausende Live-Zuschauer*innen vor Ort und auf RBTV zum unvergesslichen Spektakel. Der SWR war am Wochenende beim Rennen vor Ort; zu sehen ist der Beitrag auf der SWR-Homepage.

Mehr Infos: https://www.swr.de/sport/mehr-sport/cerro-abajo-stuttgart-kommentar-100.html 

Quelle: SWR Sport & Red Bull Deutschland GmbH & Co. KG