STARK FÜRS KLIMA | Folge 5: Sonne und Sport

  16.05.2026

SPORT UND KLIMA lautet das Jahresmotto 2026 der SportRegion Stuttgart. In diesem Zusammenhang gibt es gleich vier Online-Serien. Die 5. Folge der Rubrik STARK FÜRS KLIMA beschäftigt sich mit der Sonne und was sie mit dem Sportgeschehen zu tun hat.

Folge 5: Sonne und Sport

Am 3. Mai 2026 waren in Stuttgart zwar Wolken am Himmel, aber die Sonne hat sich trotzdem häufig blicken lassen und machte ihrem Namenstag damit alle Ehre. Denn der 3. Mai ist alljährlich der „Internationale Tag der Sonne“. Diesen weltweiten Aktionstag gibt es seit 1978. Ziel soll es sein, auf das Potential von Solarenergie hinzuweisen. Sie ist die günstigste sowie verlässlichste „grüne Alternative“, die umweltfreundlich, unbegrenzt und nachwachsend ist, zur Stromgewinnung gegenüber Öl und Erdgas. In Deutschland gibt es zwar bereits einige Solaranlagen, aber es könnten noch weitaus mehr Flächen dafür genutzt werden. Über die Möglichkeiten, Kosten oder Installation geht es direkt nach dem „Internationalen Tag der Sonne“ in der „Woche der Sonne“. Neben der Erzeugung von Energie hat die Sonne viele weitere positive Eigenschaften und ist essenziell für Lebewesen: 

  • Wärme- und Lichtlieferant
  • Förderung von Vitamin-D-Produktion
  • Stimmungsaufhellung durch Serotonin
  • Stärkung des Immunsystems
  • Grundlage für Pflanzenwachstum und Sauerstoffproduktion 

Doch gerade an Tagen mit wolkenlosem, blauem Himmel, gilt es, sich vor ihren negativen Auswirkungen zu schützen. Diese zeigen sich für den Menschen vor allem in Form von UV (ultraviolette)-Strahlung, einem unsichtbaren Licht. Es umfasst den Wellenlängenbereich von 100 bis 400 Nanometer und ist der energiereichste Teil der optischen Strahlung. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist “UV-Strahlung […] krebserregend, Ursache für sofortige und langfristige Wirkungen an Haut und Augen der Menschen und ein wichtiger Umweltparameter. Darum wird die Intensität der UV-Strahlung weltweit ständig überwacht und als UV-Index veröffentlicht.” Um sich selbst nicht zu sehr zu belasten und zu gefährden, sollte daher stets auf das eigene Verhalten im Freien geachtet werden. Die nachfolgenden Tipps können dabei helfen:

  • UV-Index prüfen
  • Aufenthalt im Freien zum Sonnenhöchststand (Mittagszeit) gering halten
  • Umgebung beachten: Schnee, Wasser, Sand oder helle Oberflächen reflektieren und verstärken die UV-Strahlung
  • Richtige Bekleidung und Kopfbedeckung tragen
  • Sonnenbrille aufsetzen 
  • Sonnencreme (min. LSF 30) verwenden
  • Einnahme von Medikamenten kontrollieren: Sonnenlicht kann Nebenwirkungen beeinflussen

Ein weiterer schlechter Aspekt ist die klimawandelbedingte Veränderung der UV-Strahlungsbelastung. Sie entsteht durch eine Verzögerung der Ozonschicht-Erholung im Zusammenhang mit Treibhausgasen, Niedrigozonereignisse, Steigerung der Sonnenstunden durch weniger Bewölkung sowie einer gestiegenen Aufenthaltszeit draußen. Es ist demnach wichtig, im Zuge von Klimaanpassungsmaßnahmen auch die Sonne bzw. ihre UV-Strahlung zu beachten. 

Vor allem bei der Durchführung von Outdoor-Sportarten spielt die Auseinandersetzung mit den negativen Seiten dieser Energiequelle eine wichtige Rolle. Neben dem oben genannten Risiko für Krebs, kann zu viel UV-Strahlung daneben die sportliche Leistungsfähigkeit verringern.  Als Resultat von starken Schwitzen, Kontakt mit Wasser oder Reibung wird des Weiteren die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Infolgedessen vermindert sich die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln. Die bereits erwähnte Umgebung bietet ebenfalls Gefahrenpotential. Denn gerade bei Sportarten wie Ski fahren, Rudern, Schwimmen oder Beachvolleyball entsteht durch die Reflektion der UV-Strahlen eine erhöhte Belastung. 

Fazit: Auch wenn das Licht und die Wärme der Sonne häufig zunächst neue Energie spendet, gilt es, ihre Schattenseiten nicht außer Acht zu lassen. Wer sich mit den Gefahren von UV-Strahlung auseinandersetzt, weiß, welche Möglichkeiten es zum Schutz davor gibt und diese umsetzt, hat die Chance, die eigene Lebenserwartung zu erhöhen.

Best-Practice-Beispiele: Das Programm „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN – UV-Schutz bei Sport und Bewegung“ wird von mehreren Partnern unterstützt: Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC), Deutsche Krebshilfe, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. und Universitäres Cancer Center Schleswig-Holstein in Kiel (UCCSH). Ihr Ziel ist es, Akteure von Sportvereinen und Sportverbänden für das Thema UV-Schutz im Sport zu sensibilisieren. Eine nachhaltige Umsetzung kann sogar zu einer Auszeichnung führen. Im Sportkreis Rems-Murr gibt es gleich zwei Sportvereine, die sich damit schmücken dürfen. Nämlich den TC Rommelshausen sowie die Volleyball-Abteilung des TV Oeffingen.   

Weitere Informationen: Speziell für Sportlerinnen und Sportler bzw. Sportvereine hat das BfS in Kooperation mit dem DOSB eine Infobroschüre erstellt. Sie liefert gezielte Praxistipps zum UV-Schutz und ist hierrunter bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/broschueren/opt/praxistipps-uvschutz-vereine.pdf?__blob=publicationFile&v=1 einsehbar. Weitere Infos zum Projekt „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN – UV-Schutz bei Sport und Bewegung“ sind mit einem Klick auf diesen Link zu finden. Zudem gibt es Videos auf YouTube