STARK FÜRS KLIMA | Folge 4: Erde und Sport
SPORT UND KLIMA lautet das Jahresmotto 2026 der SportRegion Stuttgart. In diesem Zusammenhang gibt es gleich vier Online-Serien. Die 4. Folge der Rubrik STARK FÜRS KLIMA beschäftigt sich mit der Erde und was sie mit dem Sportgeschehen zu tun hat.
Folge 4: Erde und Sport
Am 28. März 2026 lag die Welt vielerorts zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Dunkeln. Grund dafür war die „Earth Hour“. Es handelt sich dabei um eine Klimaschutzaktion, zu deren Teilnahme der WWF dieses Jahr zum 20. Mal aufgerufen hat. Nicht nur Privathaushalte, sondern auch Städte und Unternehmen beteiligen sich und schalten u. a. bei Wahrzeichen wie dem Brandenburger Tor, dem Eifelturm oder dem Opernhaus in Sydney das Licht aus. Ziel ist es dabei, die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erreichen sowie die Energiewende voranzutreiben.
Im April dreht sich sogar jährlich ein ganzer Tag um die Erde, nämlich der 22. April. Im Jahr 1970 initiierte der damalige US-Senator Wisconsin Gaylord Nelson einen nationalen Umweltaktionstag mit dem Namen „Environmental Teach-in“ oder „Earth Day“, um auf die Probleme der Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen. Der Name und das Konzept des heutigen Aktionstags stammt jedoch bereits aus dem Jahr 1969. Bei einer UNESCO-Konferenz in San Francisco schlug John McConnell die Idee vor, weltweit an Frieden, Gerechtigkeit und einem sorgsamen Umgang mit der Erde zu arbeiten.
Seit 1994 gibt es auch in Deutschland eine “Earth-Day-Bewegung” (Earth Day International Deutsches Komitee). Sie macht sich dafür stark, dass selbst jeder kleine Schritt, wie z. B. das Pflanzen von Blumen speziell für Bienen, dazu beitragen kann, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Dadurch wird gemeinsam das „gesellschaftliche Verhalten“ geändert. Die Initialen von EARTH DAY INTERNATIONAL spiegeln das Ziel der Organisation wieder: Erziehung, Dialog, Initiative. Dabei geht es im weiteren Sinne um folgende Philosophie:
- Erziehung – „Umweltbewusstes Handeln ist bei den Menschen nicht vorgegeben, es muss erlernt werden.“
- Dialog – „Die fortschreitende Umweltzerstörung erfordert globales Umdenken und duldet keinen Aufschub. Alle müssen an einen Tisch!“
- Initiative – „Unsere Ziele sind zeitlos und haben kein Verfallsdatum. Dafür und deshalb initiiert und propagiert Earth Day in Deutschland spannende und zukunftsweisende Projekte und agiert als Lobbyist für die Umwelt.“
Bestimmte Aktionen und Teilnahmemöglichkeiten u. a. von Kommunen, Bildungseinrichtungen und Vereinen machen es noch einfacher, seinen eigenen Beitrag zu leisten. Es gibt sogar weltweit verschiedene Events, an denen teilgenommen werden kann. Eine Übersicht dazu liefert die Seite EARTHDAY.ORG.
Im Jahr 2026 steht der „Earth Day“ unter dem Motto „Mach mit. Geh voran. Lebe bewusst nachhaltig. Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft“. International wird das Motto „Our Power, Our Planet“ weitergeführt.
Auch die Sport-Welt kann ebenfalls mit Hilfe dieses Artikels wieder den Klimaschutz durch leicht umsetzbare Schritte unterstützen. Nachfolgend werden ein paar Möglichkeiten, rund um die Beteiligung am „Earth Day“, für Vereine, Mannschaften oder Einzelsportler vorgestellt.
- Teilnahme an einer „Earth Day“-Aktion
- Projekttage oder eine Projektwoche starten, die die Entwicklung von Ideen für den Klimaschutz zum Ziel hat, z . B. Pflanzen von Bäumen auf dem Vereinsgelände – passend zum kommenden „Tag des Baumes“ am 25.04.2026 –, Installation von Insektenhotels oder einer Solaranlage
- Initiieren eines nachhaltigen Trainingstags
- Veranstalten eines Wettbewerbs für Mannschaften: Wer nutzt an diesem Tag am meisten die öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Fahrrad um ins Training zu kommen?
- Organisation eines „Plogging“-Events, d. h. Joggen und Müll sammeln gleichzeitig
- Infomaterial zum Thema Klimaschutz im Vereinsheim, auf der Homepage und Social Media bereitstellen
Fazit: Die Anzahl der Lebewesen, welche auf der Erde leben, ist quasi unbekannt. Was jedoch sicher jedem bekannt ist, ist die Anzahl von „Erden“ in diesem Universum: nämlich eins. Da es – stand heute – keinen anderen Planeten gibt, an dem sich vor allem Menschen dauerhaft aufhalten können, steht ihr Schutz außer Frage. Der Klimawandel spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Best-Practice-Beispiele: Prominente Sportler haben auch bereits „Earth Day“-Aktionen ins Leben gerufen. Ein Beispiel handelt von Arnold Schwarzenegger, der die Kampagne „Pump for the Planet“ vergangenes Jahr gestartet hat. Hierbei geht es um Workouts, die auf den Klimaschutz aufmerksam machen. Wer lieber konditionstechnisch unterwegs ist, kann stattdessen beim „Earth Day Run“ vom 22. bis 26. April 2026 von Laufen macht glücklich mitlaufen.
Weitere Informationen: Einen kurzen Eindruck, wie es weltweit zur „Earth Hour“ aussah, vermittelt dieses Video: youtube.com/watch?v=ENtJOtev3Ls. Die klimafreundlichen Workouts finden sich unter schwarzeneggerclimateinitiative.com/pump-for-the-planet/ und eine Anmeldung zum „Earth Day Run“ ist über laufenmachtgluecklich.de/laeufe/2026/earth-day-run/ möglich.