Sportschießen | Jubiläumsjahr des WSV
Der Landesschützentag des Württembergischer Schützenverbandes (WSV) fand in Heidenheim an der Brenz statt. Zahlreiche Delegierte aus den Bezirken, Kreisen und Vereinen sowie Ehrengäste aus Politik, Sport, Verband und Industrie kamen im Congress-Centrum am Schloss Hellenstein zusammen, um den Verbandstag des Württembergischen Schützenverbandes gemeinsam zu begehen. Der WSV wurde vor 175 Jahren gegründert und wird am 1. August 2026 auf dem Gelände der Sportschule Ruit sein Jubiläum feiern.
Die Veranstaltung begann mit der Feierstunde und dem traditionellen Einmarsch der Fahnen. Neben der Totenehrung, der Königsproklamation und der Ehrung verdienter Mitglieder standen in diesem Jahr insbesondere die Themen Tradition und Zukunft, Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie der Abbau bürokratischer Hürden im Mittelpunkt.
WSV-Präsident Reinhard Mangold betonte in seiner Ansprache, dass Schützenvereine weit mehr seien als Orte des Sports. Sie seien lebendige Gemeinschaften, die Brauchtum bewahren, Verantwortung übernehmen und Menschen generationsübergreifend zusammenbringen. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen komme den Vereinen eine wichtige Rolle als Orte des Miteinanders, der demokratischen Werte und des ehrenamtlichen Engagements zu.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts. Mangold sprach sich für einen spürbaren Bürokratieabbau aus und forderte mehr Vertrauen in die Arbeit der Vereine. Ehrenamt dürfe nicht durch zusätzliche Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben erschwert werden. Auch im Bereich des Waffenrechts mahnte er zu einer sachlichen Diskussion und einer klaren Differenzierung zwischen verantwortungsvollem Schützensport und gesellschaftlicher Fehlwahrnehmung.
Die Ehrengäste griffen diese Themen in ihren Grußworten auf und würdigten die Schützenvereine als wichtige Stützen des gesellschaftlichen Lebens. Besonders hervorgehoben wurden ihr Beitrag zur Demokratie, zur Integration und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Dabei wurde deutlich: Tradition wird im Schützenwesen nicht als Rückblick verstanden, sondern als Fundament für eine zukunftsorientierte Gemeinschaft.
Ein Höhepunkt war die Königsproklamation des Landesschützenkönigs Wolfgang Drescher vom SV Willmandingen und Landesjugendschützenkönigin Emma Hügler (SGi Stetten/Rems). Auch die Jugendarbeit nahm einen wichtigen Platz ein. Die Württembergische Schützenjugend blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück und zeigte, wie Tradition und moderne Entwicklungen im Nachwuchsbereich miteinander verbunden werden können. Im Anschluss an die Feierstunde fand die Delegiertenversammlung statt. Neben den Berichten des Präsidiums standen die Jahresrechnung, die Entlastung des Präsidiums und aktuelle Entwicklungen des Verbandes auf der Tagesordnung.
Mehr Infos: https://www.wsv1850.de/?view=article&id=2478:69-landesschuetzentag-in-heidenheim-an-der-brenz-tradition-und-zukunft-im-zeichen-von-gemeinschaft-und-demokratie&catid=2
Quelle: Württembergischer Schützenverband