SPORT UND KLIMA | Tischtennis Baden-Württemberg

  05.10.2026

SPORT UND KLIMA lautet das Jahresmotto 2026 der SportRegion Stuttgart. In diesem Zusammenhang gibt es gleich vier Online-Serien. In der 9. Folge der „Beispiele aus der Praxis“ geht es um Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW).

Folge 9: Warum Tischtennis gute Startchancen hat und sehr nachhaltig sein kann

Die Startchancen sind gut. In Bewegung zu kommen und Freude zu haben beim Tischtennis, das kann schon in der Schule gelingen. Kaum ein Pausenhof, auf dem keine Tischtennisplatte steht. Meistens sind sie wetterbeständig und aus Stein. Und in der Nachbarschaft hat bestimmt irgendeine Familie eine richtige Platte – mal grün, mal blau. So einfach ist der Zugang zu einer Sportart wohl nur noch im Fußball. Bolzplätze gibt es auch überall, und jede Wand oder Garage kann zu einem Tor umfunktioniert werden. 

Outdoor-Tischtennis als Begegnungsstätte in der Nähe, zu der man mit dem Fahrrad hinfahren kann: Nachhaltigkeit kann manchmal ganz einfach sein. Und man hat dabei sogar noch Spaß mit Freunden. Zudem verbindet Tischtennis die Generationen und fördert die Gesundheit – auch das ist gelebte Nachhaltigkeit. Doch bei Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) will man mehr. Denn der TTBW hat wie viele andere Verbände die N!-Charta Sport unterzeichnet.   

Ressourcen zu schonen, ermahnt deshalb Thomas Walter die Spielerinnen und Spieler: Ob das Recycling kaputter Tischtennisbälle oder das bewusste Einkaufen von Textilien: „Kleine Taten haben große Wirkung“, sagt der TTBW-Geschäftsführer Thomas Walter. Gemeinsam mit den Vereinen soll das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit wachsen. Dafür gibt es einen Maßnahmenkatalog, der einfache Checklisten für den Vereinsalltag an die Hand gibt.   

Ganz oben steht die Ressourcenschonung in den Sportstätten. Dazu gehört die Förderung energieeffizienter Beleuchtung (LED) und sparsamer Heiz- und Lüftungskonzepte. Außerdem empfiehlt der Verband, wo immer möglich Sportstätten gemeinsam zu nutzen, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Wichtig ist dem TTBW zudem, dass bei Turnieren auf Einwegartikel verzichtet wird und wiederverwertbarere Materialien wie Mehrwegbecher oder eine langlebige Ausstattung und Sportgeräte verwendet werden. Mülltrennung, umweltfreundliche Reinigungsmittel und Recyclingkonzepte verstehen sich von selbst. Und die Getränke und das Essen sollten von regionalen Lieferanten bezogen werden. 

Dass auch die Mobilität ein wichtiger Aspekt beim Thema Energieverbrauch ist, steht ebenfalls außer Frage. Der TTBW plädiert deshalb für Fahrgemeinschaften, die Nutzung des ÖPNV und empfiehlt da, wo es Sinn macht, digitale Sitzungen. Wer zur Tagung erst gar nicht anreisen muss, reduziert seinen CO2-Fußabdruck.

Am wichtigsten ist aber, die Kinder überhaupt zum Tischtennis zu bringen. Deshalb will der TTBW besonders den Nachwuchs fördern: „Das Nachwuchstraining sowie Kooperationen mit Schulen und Ganztagesbetreuungen sichern die Zukunft unserer Vereine“, weiß Geschäftsführer Walter. Wie gut, dass auch in fast jeder Sporthalle im Geräteraum eine Tischtennisplatte steht. Und die ist schnell aufgebaut. Finden sich genügend Übungsleiter, sind die meisten Kinder mit Feuereifer dabei. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Und das wäre doch jammerschade. Schließlich hat der Vereinssport Tischtennis seine Stärken gerade im Sozialen. Noch besser aber ist: Tischtennis kann man ein Leben lang spielen..

Mehr Infos: https://www.ttbw.de/news/artikel/n-charta-sport-des-landes-baden-wuerttemberg-ttbw-dabei-1/