Sindelfingen | Zwei neue Badezentrum-Varianten vorgestellt
17.12.2025
Zwei neue Varianten für die Zukunft des Badezentrums Sindelfingen hat die Verwaltung hat dem Gemeinderat bei der Gemeinderatssitzung am 9. Dezember 2025 für die Zukunft des Badezentrums vorgestellt. Das bislang anvisierte große Familienbad ist zu teuer. Eine reine Generalsanierung ist ebenfalls teuer und könnte aufgrund hoher Unterhaltskosten nicht wirtschaftlich betrieben werden.
Das Badezentrum ist sanierungsbedürftig und der Verwaltung und dem Gemeinderat ist es wichtig, dass es auch weiterhin ein Badezentrum in Sindelfingen gibt. Vor dem Hintergrund, dass deutschlandweit gerade sehr viele Bäder geschlossen werden, ist dies nicht selbstverständlich. Die bislang anvisierte Variante eines großen Familienbads, das auch als Spaßbad bezeichnet wird, ist aufgrund Kosten über 120 Mio. Euro zu teuer. Gleichzeitig liegen auch die Kosten für eine reine Generalsanierung derzeit bei etwa 43 Mio. Euro, wobei diese Variante zudem den städtischen Haushalt zukünftig jährlich mit deutlich über 5 Mio. Euro belasten würde.
Variante 1
Die erste Variante sieht eine Sanierung und Umstrukturierung des bestehenden Hallenbads vor. Das bestehende 50-Meter-Becken würde demnach in ein 25-Meter-Sportbecken mit acht Bahnen und ein Variobecken mit Hubboden aufgeteilt, um die Kapazitäten für Schulen, Vereine und Kurse zu optimieren und einen Parallelbetrieb mit öffentlichen Nutzerinnen und Nutzern zu ermöglichen. Gleichzeitig bliebe Platz für einen Splashbereich für größere Kinder und weitere Aufenthaltsbereiche. An das Bestandsbad würde sich ein kleinerer Neubau mit Wasserspielwelt für kleinere Kinder, zwei Großrutschen, die auch vom Freibad aus nutzbar sind, eine Gesundheitswelt mit Sauna inklusive Saunagarten, ein Gesundheitsstudio sowie ein Gastronomiebetrieb für Badbesucherinnen und -besucher sowie andere Gäste anschließen. Im Ergebnis können durch diese Variante die Investitionskosten um etwa 30 Mio. Euro auf rund 86 Mio. Euro reduziert und die jährliche Haushaltsbelastung gegenüber einer reinen Generalsanierung um knapp 3 Mio. Euro gesenkt werden.
Variante 2
Die zweite Variante sieht einen Ersatzneubau des Badezentrums vor und würde ein 52,5-Meter-Becken mit 10 Bahnen beinhalten, welches auf 50 Meter Länge reduziert werden kann. Dieses große Becken könnte durch eine Wendebrücke zudem in zwei 25-Meter-Becken getrennt werden und würde damit diverse Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen. Weiter sieht die Variante ein Lehrschwimm- und Attraktionsbecken, eine Wasserspielwelt, ein Splashareal, zwei Großrutschen, differenzierte Aufenthaltsbereiche, eine Saunawelt mit Saunagarten sowie einen Gastronomiebetrieb für Badebesucherinnen und -besucher sowie andere Gäste vor. Die Investitionskosten für diese zweiten Variante liegen bei ca. 91 Mio. Euro inklusive 5 Mio. Euro für den Abriss des Bestandshallenbads. Die Betriebskosten für einen Ersatzneubau würden voraussichtlich geringer ausfallen als bei einem sanierten Bestandsbad. Gleichzeitig wäre es unter anderem durch die Realisierung von 10 Bahnen im großen Schwimmbecken sowie dessen Teilbarkeit möglich, die Nutzungen des Klostergartenbads in diesen Ersatzneubau zu integrieren und damit rund 30 Mio. Euro für eine notwendige Sanierung bzw. einen Neubau des Klostergartenbads einzusparen.
Angesichts dieser neuen Varianten für ein künftiges Badezentrum ist der Gemeinderat einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, auf einen Bürgerentscheid am 8. März 2026 zu verzichten.
Mehr Infos: https://www.sindelfingen.de/rathaus-service/aktuelles-presse/neuigkeiten/70/neukonzeption-badezentrum-zwei-neue-varianten-vorgestellt
Quelle: Stadt Sindelfingen
