ONDA MILANESE | Was ist bei den Paralympics anders?
  08.03.2026


„Was ist eigentlich der Unterschied für mich als Sportfotograf zwischen der Arbeit bei den Olympischen und bei den Paralympischen Spielen? Nun, zunächst einmal natürlich die Umgebung. Bei Olympia war ich in Predazzo, nun befinde ich mich in Cortina d’Ampezzo. Das heißt für mich: andere Sportarten fotografieren! In Predazzo ging es um nordischen Skisport, jetzt bin ich beim Ski Alpin und beim Snowboard im Einsatz. Wenn man das Ganze global betraachtet, so gibt es beim Para-Sport viel weniger Sportarten und Disziplinen, in denen Medaillen vergeben werden. Deswegen dauernd die Paralympischen Spiele auch insgesamt nicht so lange wie die Olympischen Winterspiele. Für mich heißt das nun 12 Tage Italien, zuvor war ich über 20 Tage im Olympia-Einsatz. Das Besondere bei den Paralympics sind die verschiedenen Startklassen, wodurch in jeder Disziplin in der Regel mehrere Gold-Medaillen vergeben werden. Die Infrastruktur der Olympischen Spiele wird auch bei den Paralympics genutzt, dennoch geht es hier familiärer zu, wobei ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufe, dass die Sportlerinnen und Sportler bei den Paralympics gehandicapt sind – und dennoch Spitzenleistungen erbringen. Entsprechend dankbar bin ich, dabei sein zu dürfen.“

Tom Weller ist ein preisgekrönter Fotojournalist aus Baden-Württemberg, der sich auf die Sportfotografie spezialisiert hat. Gemeinsam mit Benjamin Lau hat er die Ausstellung 2x26 | FASZINATION SPORT, die derzeit durch die Region Stuttgart tourt, kuratiert. Für die SportRegion Stuttgart berichtet Tom Weller in seiner Kolumne ONDA MILANESE täglich von den Paralympischen Winterspielen 2026 in Italien.

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