Boxen | Ardian Krasniqi setzt sich durch
In einer nahezu ausverkauften MHPArena in Ludwigsburg hat der Boxer Ardian Krasniqi den bisher größten Kampf seiner Karriere gegen Vinko Zadro aus Kroatien gewonnen. Der 29-jährige Rottweiler sicherte sich damit erstmals den Europameistertitel im Halbschwergewicht des Verbandes WBA und verteidigte außerdem seinen Titel als WBO Intercontinental Champion.
Vor 3.350 Zuschauenden beim Showdown for Legacy IV, darunter Ardians Onkel Luan Krasniqi, die ehemaligen Weltmeister Sven Ottke, Artur Abraham und Firat Arslan, sowie Ex-Fußball Nationaltorwart Timo Hildebrand, war der 29-jährige von Beginn an der aktivere Boxer. Mit zunehmender Kampfdauer konnte er immer deutlichere Treffer setzen und hatte seinen gleichaltrigen Kontrahenten in der zehnten und letzten Runde sogar am Boden. Letztlich siegte Krasniqi deutlich nach Punkten und feierte seinen 13. Sieg im 13. Profikampf. Erstmals ging es hierbei für ihn über die komplette Kampfdistanz von 10 Runden.
„Heute habe ich es allen meinen Kritikern, die meinten, ich schaffe keine volle Distanz, gezeigt“, sagte Ardian Krasniqi nach dem finalen Gong. „Ich habe meinen Plan genau befolgt, dazu hat mir die Stimmung einen großen Push gegeben.“ Es mache ihn stolz, mit dem Erfolg in die Fußstapfen seines Onkels Luan Krasniqi zu treten, der ebenfalls Europameister war und vor Ort zusah. Vor zwei Jahren habe in Ludwigsburg alles mit der ersten Boxnacht von PrimeTime Promotion begonnen. „Seither sind wir gemeinsam immer weiter gewachsen“, freute sich der Rottweiler. „Jetzt bin ich in meiner Gewichtsklasse einer der Besten der Welt. Ich bin bereit, gegen jeden Gegner um den WM-Gürtel zu boxen!“
Im ersten Titelkampf des Abends hatte sich zuvor die Karlsruherin Madeleine „Maddy Moh“ Mohrhardt den BDB-Gürtel um die Internationale Deutsche Meisterschaft im Leichtgewicht gesichert. Gegen ihre Kontrahentin Diana Kulinova aus der Slowakei zeigte sie eine überzeugende Leistung und schickte diese nach einem Schlaghagel in der vierten Runde zu Boden, woraufhin die Ringrichterin das Duell abbrach. Die 30-jährige konnte dadurch den vierten K.-o.-Erfolg ihrer Karriere feiern und blieb auch im neunten Profikampf ungeschlagen.
Im Anschluss konnte sich Victor Cakiqi aus Berlin im Weltergewicht einstimmig nach Punkten gegen den Franzosen Florent Dervis durchsetzen und somit den WBA-Europameisterschaftsgürtel gewinnen. In weiteren Duellen siegten unter anderem der Göppinger Koray Öcal im Superleichtgewicht (K.o. in der zweiten Runde gegen den Bosnier Elvir Nukic), und der für den Kosovo boxende Böblinger Fidaim Brahimi im Weltergewicht (einstimmig nach Punkten gegen Jan Marsalek (Tschechien)). Insgesamt wurden beim Showdown for Legacy IV von PrimeTime Promotion 13 Kämpfe ausgetragen. Die nächste Auflage ist für November 2026 geplant.
Mehr Infos: https://primetimepromotion.de/
Quelle: 8action