Seit dem Jahr 2019 gibt es DIE FINALS als Multisportevent, bei dem zahlreiche Deutsche Meistertitel zentral an einem Wochenende vergeben werden. Der Vorteil: Auf diese Weise erhalten die einzelnen Sportarten deutlich mehr Aufmerksamkeit als das der Fall wäre, wenn sie ihre Titelkämpfe separat veranstalten würden. Wie gut das Format funktioniert, hat sich am Wochenende in Hannover einmal mehr gezeigt: Dort fielen zwischen Donnerstag und dem gestrigen Sonntag insgesamt 119 Meisterschaftsentscheidungen. Die Länderwertung, die an den olympischen Medaillenspiegel erinnert, war dabei fest in baden-württembergischer Hand: Die Athletinnen und Athleten aus dem Südwesten erkämpften 29-mal Gold, 32-mal Silber und 35-mal Bronze. Bei dieser Bilanz ist es nicht überraschend, dass auch Sportlerinnen und Sportler aus der Region auftrumpften: Helen Kevric (MTV Stuttgart), die auf dem Foto zu sehen ist, jubelte bei ihrem Comeback nach Knieverletzung über Gold am Stufenbarren und am Schwebebalken. Meister wurde auch Gabriel Eichhorn (MTV Stuttgart) am Reck. Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) wurde Deutsche Meisterin im Stabhochsprung, zudem setzte sich Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen) über 800 Meter durch. Die Karateka vom MTV Ludwigsburg dekorierten sich ebenfalls mit dem Meistertitel. Und in der Rhythmischen Sportgymnastik gingen gar alle fünf Einzelentscheidungen an Athletinnen des TSV Schmiden: Drei Goldmedaillen holte Olympiasiegerin Darja Vafolomeev, die beiden weiteren gingen an Viktoria Steinfeld und Lada Pusch. Das Ditzinger Bogen-Team gewann ebenso Gold wie auch das Ju-Jutsu Team Süd. Die Dominanz der Athletinnen und Athleten aus dem Ländle passt auch deshalb so gut ins Konzept, weil die Landeshauptstadt Stuttgart mit der Austragung der FINALS 2027 betraut wurde. Hier gibt es mehr Infos über DIE FINALS.