Mercedes Cup: Identischer Bodenaufbau wie in Wimbledon

Der 12. August 2013 hat sporthistorische Bedeutung – zumindest für den MercedesCup und den TC Weissenhof! Denn an diesem besagten Montag wurden die Arbeiten für den Umbau der ersten drei Plätze (12, 13 und 18) von Sand auf Rasen in dem im Jahr 1894 gegründeten Tennisclub auf dem Stuttgarter Killesberg in Angriff genommen. Mittlerweile konnte die Neugestaltung der drei Courts sowie die erste Bauphase der Naturtribüne auf Platz 18 abgeschlossen werden. Bis 2015, wenn der MercedesCup erstmals auf Gras ausgetragen wird, werden auch noch der Centre Court und der EnBW-Court in saftigem Grün erstrahlen. Die Mitarbeiter der Engelmann Golfplatzpflege GmbH, die in enger Kooperation mit dem All England Lawn Tennis Club von Wimbledon den Umbau für den TC Weissenhof durchführt, haben unter der Leitung von Geschäftsführer Alexander Maier und Bauleiter Tim Stange in den vergangenen zweieinhalb Monaten ganze Arbeit geleistet. „Zunächst musste von den drei Plätzen eine jeweils 50 Zentimeter hohe Erdschicht abgetragen werden. In Summe wurden dadurch 1.200 Kubikmeter Erdmaterial bewegt, die dazu verwendet wurden, um auf Platz 18 Natursteinterrassen zu errichten“, erklärt Christian Engelmann, der ebenso wie Alexander Maier als Geschäftsführer fungiert. Danach wurden eine 15 Zentimeter hohe Tragschicht, eine fünf Zentimeter dicke Dränschicht sowie eine 25 Zentimeter hohe Rasen-Tragschicht nach Vorgaben des All England Lawn Tennis Club aufgetragen. „Damit entspricht der Bodenaufbau haargenau jenem in Wimbledon. Die letzte Schicht haben wir in einem Labor analysieren lassen und aufgrund der dabei erzielten Ergebnisse zusammengestellt“, erläutert Turnierdirektor Edwin Weindorfer.

Aber nicht nur der Aufbau der Plätze, sondern auch die Rasenmischung, die Mitte Oktober eingesät wurde, ist mit dem Grassamen identisch, der in Wimbledon verwendet wird. „Der Rasen setzt sich zu je einem Drittel aus drei verschiedenen Lolium-Mischungen zusammen. Wenn das Wetter mitspielt, können die Plätze in der zweiten November-Hälfte erstmals gemäht und danach winterfest gemacht werden“, so Engelmann. Die erste Düngung im kommenden Jahr ist für den März geplant. Im Frühjahr wird dann ein- bis zweimal pro Woche der Rasen geschnitten, bis die „Wimbledon-Höhe“ von acht Millimetern erreicht ist. Läuft alles nach Plan, sind die ersten drei Rasenplätze auf dem Weissenhof bis Anfang Juni 2014 spielbereit. Die Courtpflege wird in weiterer Folge maßgeblich von Greenkeeper Barry Britton begleitet.

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Freudige Gesichter auf dem Weissenhof (von links): MercedesCup-Turnierdirektor Edwin Weindorfer, Christian Engelmann (Geschäftsführer Engelmann Golfplatzpflege GmbH), Dr. Susanne Eisenmann (Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Stuttgart, Referat Kultur, Bildung und Sport), MercedesCup-Projektleiter Peer Zebergs, Dr. Gert Brandner (Vorsitzender TC Weissenhof) sowie Dr. Georg Kauffeld (Stellvertretender Vorsitzender TC Weissenhof). [Foto: MercedesCup]

Mit der erstmaligen Austragung eines Rasenturniers im Jahr 2015 rücken der MercedesCup und die Landeshauptstadt Stuttgart noch stärker in den Blickpunkt des sportlichen Interesses. „Der MercedesCup spielt seit Jahrzehnten eine große Rolle im Stuttgarter Sportgeschehen. Dem MercedesCup kommt durch die Umstellung auf ein Rasenturnier sowie die Möglichkeit, eine Vorbereitung für Wimbledon zu sein, eine ganz neue Bedeutung zu. Es freut mich sehr, dass dadurch eine noch größere Aufmerksamkeit auf dieses erfolgreiche Turnier und damit auch auf Stuttgart gelenkt wird“, betont Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Stuttgart, Referat Kultur, Bildung und Sport. Der neue „Mercedes Court“ (bisher Platz 18) wird am 7. Juli 2014 mit dem Giganten-Duell zwischen den beiden Wimbledon-Siegern John McEnroe und Michael Stich eingeweiht. Während der US-Amerikaner 1981, 1983 und 1984 auf dem „heiligen Rasen“ triumphierte, holte sich Stich 1991 durch einen Erfolg im rein deutschen Finale über Boris Becker die begehrteste Trophäe im Welttennis. Im Doppel sicherten sich McEnroe und Stich im Jahr 1992 in einem denkwürdigen Endspiel gegen das US-Duo Jim Grabb und Richey Reneberg den Titel. Der entscheidende fünfte Satz ging in dem nicht weniger als 5:01 Stunden dauernden Tennis-Thriller mit 19:17 an McEnroe/Stich. Um die Erinnerung an diesen gemeinsamen Triumph ebenfalls aufleben zu lassen, werden McEnroe und Stich beim MercedesCup 2014 zudem ein Show-Doppel gegen den französischen Tennis-Entertainer Henri Leconte und einen Überraschungsgast bestreiten. Die Tribünen am Mercedes Court werden in der Endausbaustufe über ein Fassungsvermögen von knapp 2.000 Plätzen verfügen. „Wir haben bei der Neugestaltung dieses Courts, bei der wir auch Natursteine aus der Region verwendet haben, sehr darauf geachtet, dass eine Stadionatmosphäre entsteht. Zudem werden wir die Anlage mit einem neuen Beachvolleyball-Feld versehen und damit das Sportangebot zusätzlich zu den Rasentennisplätzen weiter ausbauen“, sagt der TCW-Vorsitzende Dr. Gert Brandner.

Die zweite Auflage des von Starcoach Toni Nadal geleiteten Nachwuchsprojektes THE MAKING OF A WIMBLEDON CHAMPION stellt einen weiteren Schwerpunkt beim MercedesCup 2014 dar – dabei werden die Talente im Gegensatz zu diesem Jahr, als sie noch auf Sand genau unter die Lupe genommen wurden, erstmals auf Rasen „gecastet“. Für das Hauptfeld des mit 467.800 Euro dotierten ATP-Turniers, das in der kommenden Saison zum letzten Mal auf roter Asche gespielt wird, haben Deutschlands aktuelle Nummer eins Tommy Haas und der italienische Titelverteidiger Fabio Fognini ihren Start bereits zugesagt.

Der Vorverkauf startet am 4. November 2013, bis zum 31. Januar 2014 gibt es einen Frühbucherrabatt in Höhe von 10 Prozent.

Mehr Infos: www.mercedescup.de

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