Radsport: RegioCup im Rahmen der Rems-Murr-Rennserie (August 2015)

RRCSeit dem Jahr 2010 gibt es den „Rems-Murr-Pokal“. Bei der Radsportveranstaltung wird an drei Tagen auf drei verschiedenen Kursen in drei Städten gefahren. Bei der sechsten Auflage dieses Events wurde erneut auch ein „Rad RegioCup“ für die Teilnehmer aus der Region Stuttgart ausgeschrieben. Mit seiner guten Leistung beim letzten Rennen in Fellbach wurde Florian Tenbruck RegioCup-Sieger des Jahres 2015.

Die 1. Etappe

Viele Teilnehmer bekamen den Trubel der vor der ersten Etappe war, gar nicht mit und hier ist nicht die Rede vom üblichen Aufbaugetose vor solch einer Großveranstaltung. Viel mehr hatte die Stadt Schorndorf mit zwei nicht ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen, welche direkt an der Strecke lagen, doch dank dem Einsatz der Behörden konnte man pünktlich mit dem ersten Rennen starten. Zwar teilte sich das Starterfeld erwartet schnell in unzählige Gruppen auf, die es dem Wettkampfgericht und dem Sprecher Freddy Eberle schwer machten, immer die Spitze herauszufinden, doch fuhren die Jedermänner ein sehr diszipliniertes Rennen und heizten den Zuschauern schon mal ein. Aus der mit starken Fahrern besetzten Führungsgruppe heraus gewann Jan Stemmermann die erste Etappe und steht heute im Gesamtführungstrikot am Start.

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Florian Tenbruck heißt der RegioCup-Sieger des Jahres 2015.

In den Vorläufen der Elite-Klasse zeigte sich, welchen hohen Stellenwert die erste Etappe hat, denn schon hier wurde, sofern möglich, mannschaftlich gefahren, um zu den 15. Besten zu gehören, die sich aus den beiden Vorläufen für den Endlauf qualifizieren, dementsprechend hoch war das Tempo und umkämpft die Positionen. Ein ähnliches Bild zeigte sich dann im mit rasanter Geschwindigkeit absolvierten Endlauf. Ständige Positionswechsel machten es einem oftmals schwer, den Überblick zu behalten und zu wissen, ob es noch reichte, oder ob man der letzte am Zielstrich und damit der Ausscheidende ist. ‚Nur‘ die letzten Fünf durften den Sieger in einem offenen Rennen auf den letzten fünf Runden unter sich ausmachen.

Im Shortrace, bei welchem das Sprinttrikot ausgefahren wurde, siegte Jannik Steimle. Die Begeisterung des Schorndorfer Stadtvaters für den Rems-Murr-Pokal scheinen auch die Bürger zu teilen, denn die Stimmung entlang der Strecke war auch zu später Stunde beim großen Finale noch immer grandios. Das bemerkten auch die Fahrer und der spätere Sieger bedankte sich zuerst bei den Zuschauern für die frenetische Anfeuerung, die ihn zum Sieg getragen hat. Ähnlich laut war es bei den drei Rennen des Juniorrace, bei dem sich die Kinder und Jugendlichen auf dem Kurs der Großen gegeneinander Maßen. Sehr erfreulich für die Veranstalter ist dabei nicht nur, dass die Zuschauer das Juniorrace so gut annehmen, sondern auch, dass die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr steigt und die Nachwuchsradler ihren sichtlichen Spaß bei der Teilnahme haben.

Die 2. Etappe

Backnang scheint sich langsam zum Kurs der Solofluchten im Jedermannrennen zu etablieren, denn erneut kam ein einzelner Fahrer mit großen Vorsprung vor seinen Verfolgern ins Ziel und konnte sich von den Zuschauern feiern lassen. Zuvor teilte sich das Feld in mehrere Gruppen und immer wieder versuchten einzelne in der vor ihr gelegenen Gruppe zu kommen, während andere sich aus ihrer zurückfallen lassen mussten. Auch wenn es wieder ein riesengroßes Starterfeld war, so war es doch aufgrund der Rundenlänge einfacher für die Zuschauer und den Wettkampfausschuss, den Spitzenreiter und die Gruppen auseinander zu halten. Während der Sieg bei den Männern schon früh klar schien, lieferten sich die Frauen, in Abwesenheit der Siegerin von gestern Abend, ein spannendes Rennen um den Etappensieg und die Gesamtführung. Auch schon zu einem lieb gewonnen Ritual ist es geworden, dass die jüngsten Starter des Juniorrace von Fahrern aus der Eliteklasse begleitet werden und in diesem Jahr gabs sogar ein E-Bike als „Führungsfahrzeug“ für die Jungen Wilden.

Schon bei der Mannschaftspräsentation und den Interviews der Elite-Fahrer, welche Sprecher Freddy Eberle gekonnt unterhaltsam durchführte, blickten die Ambitionen und Absichten der Fahrer schon durch und gleich nach dem Startschuss ließ man dann auch Taten folgen. Beim extrem hohen Tempo der Anfangsphase mussten schnell die ersten Fahrer abreißen lassen und es taten sich auch im langgezogenen Hauptfeld erste Lücken auf, die nicht immer geschlossen werden konnten. Schon recht früh konnten sich zwei Fahrer aus dem Hauptfeld absetzen und einen Vorsprung von bis zu 1:20 min herausfahren. Doch auch eine Flucht zu zweit kostet Kraft und so konnte ein Trio, welches sich erst spät im Rennen aus dem Hauptfeld löste schnell nach vorn aufschließen und sorgte so für eine neue Rennsituation. In der drittletzten Runde teilte sich das Quintett und der Schlusskampf war eröffnet, einen packenden Schlusssprint inklusive. Auch das Hauptfeld trudelte nicht nur so dem Ziel entgegen, Angriffe und Gegenattacken lösten einander ab.

Die 3. Etappe

So landschaftlich schön es auch am Kappelberg ist, früher oder später ersehnt jeder die Glocke zur letzten Runde herbei. Selbst in den Augen der Jüngsten beim Juniorrace war die Anstrengung des Anstiegs auf ihrem Kurs zu lesen, doch diese wich schnell dem Hochgefühl der Abfahrt, an welchem Ende direkt das Ziel liegt. Während die Juniorracer ihre Runde(n) drehten, waren die Jedermänner schon im Ziel und haben ihre Siegerinnen und Sieger ermittelt. Ein äußerst spannendes Rennen lieferten sich die Männer, bei denen gleich drei Fahrer noch den Gesamtsieg holen konnten und alle waren in der von Runde zu Runde kleiner werdenden Führungsgruppe dabei. Bei den Frauen gab es ein ähnliches Bild, die beiden führenden der Gesamtwertung, welche beide noch Chancen auf den Gesamtsieg hatten, dicht an dicht in einer Gruppe. Spannung vorn und etwas weiter hinten. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und den vielen kleinen Gruppen, welche sich im Rennverlauf bildeten, kam nie langeweile oder eine ‚Wartezeit‘ auf, irgendwer radelte immer vorbei. Auch wenn die Glocke zur Schlussrunde wohl von allen herbei gesehnt wurde, so galt es doch noch, volle Konzentration zu behalten, denn jeder Punkt zählt fürs Gesamtklassement.

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Seit dem Jahr 2010 gibt es den „Rems-Murr-Pokal“.

Was macht man, wenn der Kurs zu bergig ist, um die Sprintwertungen durch die Sprinter ausfahren zu lassen? Man lässt sie im 1:1 Modus gegeneinander eine gut 200m lange Gerade dem Ziel entgegensprinten und der Gewinner kommt eine Runde weiter. Im Finallauf kam es zum Showdown der tagesbesten Sprinter aus Schorndorf und Backnang, beide Platz zwei und eins der Sprintwertung. Nachdem der Startschuss fiel, gab es dann auch kein halten mehr. Die höhere Endgeschwindigkeit konnte Jannik Steimle erreichen, der sich damit nicht nur den Duellsieg, sondern auch die Gesamtsprintwertung holte.

Keine fünf Minuten später fiel dann auch schon, nach einem Motivationsständchen der Clownin Libelle von der Stiftung Humor hilft heilen, der Startschuss zur Schlussetappe des Elite-Rennens. Aus der Erfahrung heraus weiß man, dass es am Kappelberg nach hinten raus immer schwerer wird und man am besten die Kräfte sparen sollte, so gut es geht. Das schien einige nicht zu interessieren, als wäre oben das Ziel brausten sie jedes Mal aufs Neue in den Berg hinein. So fuhren schon früh im Rennen kleine Gruppen oder einzelne Fahrer hinter dem Feld her. Vorn bildeten sich diverse Spitzengruppen in immer wieder unterschiedlichen Besetzungen, bis sich gegen Rennhälfte das Hauptfeld in drei Gruppen teilte. Die Spitzengruppe stellte für den Gesamtführenden keine Gefahr dar, weswegen man der Gruppe nicht intensiv nachstellte. Das hohe Tempo in der ersten Rennhälfte führte dazu, dass die Spitzengruppe zu einem Spitzenduo wurde und sich dahinter mehrere kleine Gruppen und Einzelfahrer befanden. Das Spitzenduo nutzte seine Chance auf den Etappensieg am Kappelberg erfolgreich.

Mehr Infos: www.rems-murr-pokal.com

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